Tennis- und Golferarm
(neuere Bezeichnung „mouse pad-“ oder „every day-Arm“)
Die Behandlung des sogenannten Tennis- und Golferarms erstreckt sich zunächst auf eine gewisse Entlastung. Hier können auch entsprechende Bandagen oder Spangen eine Hilfestellung leisten. Eine krankengymnastische Dehntherapie ist absolut essentiell. Darüber hinaus kommen routinemäßig physikalische Anwendungen mittels Iontophorese oder Ultraschallbehandlungen zum Einsatz.
Je nach Schweregrad sind auch Steroid-Injektionen an die betroffenen Sehnenansatzstellen unumgänglich. Eine Gipsruhigstellung wird heutzutage nur noch selten und in Einzelfällen durchgeführt.
Wiederum kann die extrakorporale Stoßwellentherapie (siehe Kalkschulter, Verfahren ähnlich wie bei Nierenstein-Zertrümmerung) eine deutliche und rasche Beschwerdeminderung ermöglichen.
Operative Verfahren, die eine Sehnenfaszienlösung bewirken, kommen zu einem sehr späten Zeitpunkt in Frage. Seit drei bis vier Jahren führen wir bei den Patienten, die operiert werden, ein Radiofrequenz-Verfahren durch. Der Hautschnitt wird dabei minimal klein gehalten und eine Sonde von etwa 1,5 mm Durchmesser kann die entsprechende Entlastung im Sehnenansatz bewerkstelligt.