Kypho-/ Vertebroplastie
Aufgrund einer nicht frühzeitig diagnostizierten oder unzureichend behandelten Osteoporose kann es zu Wirbelkörpereinbrüchen kommen. Hierbei wird die anatomische Struktur der Wirbelsäule langfristig erheblich geändert.
Bleibt ein Wirbelkörpereinbruch untherapiert, kann es schon in kurzer Zeitabfolge zu einer deutlichen Enge des Spinalkanales mit Lähmungserscheinungen kommen.
Seit über zwanzig Jahren ist ein gewisses Aufrichtungsverfahren durch Applikation von Zement in den Wirbelkörper Standard.
Neben der normalen Röntgenaufnahme ist eine kernspintomographische Untersuchung zur weiteren Verifizierung des Alters der Wirbelkörperfraktur wichtig. Das Verfahren ist recht einfach: Man führt unter ständiger Röntgenbeobachtung mittels zweier Mikrosonden über sogenannte Pedikel (Trageverbindung der Wirbelkörper) den stabilisierenden Zement in den Wirbelkörper und festigt ihn damit.
Man unterscheidet zwischen der Kyphoplastie und der Vertebroplastie. Bei der Kyphoplastie erfolgt vor der Zementapplikation eine Aufrichtung im Wirbelkörper durch einen zuvor entfalteten Ballon. Bei der Vertebroplastie wird der Zement unmittelbar in den Knochen appliziert.