Behandlung mit Hyaluronsäure

Reichen diese Verfahren neben den normalen physiotherapeutischen Anwendungen nicht aus, ist es seit geraumer Zeit medizinischer Standard geworden, biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure-Präparate intraartikulär in das Gelenk zu injizieren (Substanzen wie z. B. Suplasyn®, Hyaject® etc., siehe auch www.merckle.de). Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die in vielen Organen des Körpers, z. B. Haut, Augen und Gelenken wichtige physiologische Aufgaben erfüllt.

In den Gelenken verleiht die Hyaluronsäure der Gelenkflüssigkeit ihre visköse Konsistenz und sorgt damit für eine gute Gleitfähigkeit. Im Rahmen der Knorpelabnutzung einer Arthrose wird die Gelenkschmiere „verunreinigt und verbraucht“. Die ins Gelenk injizierte Hyaluronsäure sorgt bildlich gesprochen für eine neue „Schmierung“ des Gelenks, vergleichbar einem Motorölwechsel beim Auto. Bei großen Gelenken erhält der Patient maximal eine Kur von fünf Injektion im Abstand von je einer Woche – bei kleinen Gelenken reichen oft drei Injektionen.

Die Hyaluronsäure wird biotechnologisch hergestellt und zeichnet sich durch hohe Reinheit aus. Sie enthält kein tierisches Eiweiß, das Allergien auslösen kann und ist in der Regel sehr gut verträglich. Die Hyaluronsäure entfaltet ihre Wirkung nahezu ausschließlich im Gelenk und verteilt sich von allein in der Gelenkhöhle. Dort ergänzt bzw. ersetzt die Hyaluronsäure die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit und regt zusätzlich die körpereigene Hyaluronsäureproduktion an. Falls erforderlich kann die Therapie mehrfach wiederholt werden.